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LMU Klinikum
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Das LMU Klinikum, mit vollem Namen Klinikum der Universität MĂźnchen,cite-ref-2[2] zählt zu den grĂśĂten Universitätskliniken in Deutschland und Europa.
Das LMU Klinikum wurde seit 1999 als organisatorisch, finanzwirtschaftlich und verwaltungstechnisch selbstständiger Teil der Ludwig-Maximilians-Universität und kaufmännischer Staatsbetrieb gefßhrt.cite-ref-3[3] Seit Juni 2006 ist das LMU Klinikum eine Anstalt des Üffentlichen Rechts, was dem Vorstand mehr Handlungsspielraum bei wirtschaftlichen Entscheidungen einräumt. Gleichzeitig ist es als Forschungs- und Lehreinrichtung mit der Universität verbunden.cite-ref-4[4]
Das Klinikum der Universität MĂźnchen mit seinen zwei Campus in der Innenstadt und in GroĂhadern ist nach der Berliner CharitĂŠ das zweitgrĂśĂte Krankenhaus der Maximalversorgung Deutschlands.
Contents
⢠Fachgebiete
⢠Kliniken
⢠Abteilungen
⢠Institute
⢠Standorte
⢠Geschichte
⢠GroĂhadern
⢠Zahlen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Fachgebiete
Das LMU Klinikum gliedert sich in 48 Kliniken, Abteilungen und Institute.
Kliniken
Die Kliniken repräsentieren die klassischen Teilgebiete der Medizin.cite-ref-5[5]
⢠Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Klinik
⢠Anaesthesiologie, Klinik
⢠Augenklinik und Poliklinik
⢠Dermatologie und Allergologie, Klinik und Poliklinik
⢠Endokrinologie, Nephrologie und weitere Sektionen, Medizinische Klinik und Poliklinik IV
⢠Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Klinik und Poliklinik
⢠Gastroenterologie und Hepatologie, Medizinische Klinik und Poliklinik II
⢠Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Klinik
⢠Hämatologie, Onkologie, Medizinische Klinik und Poliklinik III
⢠Herzchirurgische Klinik und Poliklinik
⢠Kardiologie, Medizinische Klinik und Poliklinik I
⢠Kieferorthopädie, Poliklinik
⢠Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Klinik und Poliklinik
⢠Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital
⢠Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Klinik und Poliklinik
⢠Neurochirurgische Klinik und Poliklinik
⢠Neurologische Klinik und Poliklinik
⢠Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik
⢠Palliativmedizin, Klinik und Poliklinik
⢠Pneumologie, Medizinische Klinik und Poliklinik V,
⢠Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik
⢠Radiologie, Klinik und Poliklinik
⢠Strahlentherapie und Radioonkologie, Klinik und Poliklinik
⢠Urologische Klinik und Poliklinik
⢠Zahnärztliche Prothetik, Poliklinik
⢠Zahnerhaltung und Parodontologie, Poliklinik
Abteilungen
Die Abteilungen stehen in der Regel fĂźr Spezialgebiete.cite-ref-6[6]
⢠GefäĂchirurgie
⢠Infektions- und Tropenmedizin
⢠Kinderkardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin
⢠Thoraxchirurgie
⢠Transfusionsmedizin, Zelltherapeutika und Hämostaseologie
Institute
Die Institute haben schwerpunktmäĂig eine wissenschaftliche Ausrichtung.cite-ref-7[7]
⢠Allgemeinmedizin
⢠Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin
⢠Chirurgische Forschung
⢠Humangenetik
⢠Notfallmedizin und Medizinmanagement
⢠Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie
⢠Klinische Neuroimmunologie
⢠Klinische Neurowissenschaften
⢠Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten
⢠Psychiatrische Phänomik und Genomik
⢠Schlaganfall- und Demenzforschung
Standorte
Mit der Fusion der beiden Uniklinika âInnenstadtklinikenâ und âKlinikum GroĂhadernâ im Jahre 1999 gingen eine Neustrukturierung der medizinischen Patientenversorgung und die Zusammenfassung der Verwaltung einher.
Mit der Fusion wurde ein neues Leitungsgremium etabliert, das die vier Säulen universitärer KrankenhausfĂźhrung spiegelt: der Ărztliche Direktor fĂźr die medizinisch-ärztlichen Belange, der Kaufmännische Direktor fĂźr die administrativen Aufgaben, der Pflegedirektor fĂźr das Pflegepersonal und die medizinische Zuarbeit sowie der Vertreter der Medizinischen Fakultät in Person des Dekans fĂźr Forschung und Lehre. Kontrollorgan ist der Aufsichtsrat, bestehend aus Mitgliedern der beteiligten Bayerischen Staatsministerien und dem Präsidenten der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sowie einem Vertreter einer anderen Universität und einem fachfremden Vertreter aus der Wirtschaft.
Campus Innenstadt
Im Jahr 1991 schlossen sich die Kliniken im Zentrum von MĂźnchen zum Klinikum Innenstadt zusammen. Dazu zählen bzw. zählten die Medizinische Klinik und Poliklinik, das Dr. von Haunersche Kinderspital, die Frauenklinik an der MaistraĂe, die Chirurgische Klinik, die Zahnärztlichen-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Kliniken, die Psychiatrische Klinik, die Augenklinik sowie schlieĂlich die Dermatologische Klinik. Zudem befinden sich auf dem Gelände noch eine Reihe von Universitätsinstituten wie etwa die Anatomische Anstalt, welche zusammen mit den Kliniken den Campus Innenstadt bilden. Zuletzt wurde 2010 das Gebäude der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit drei Stationen fertiggestellt.cite-ref-8[8]
Diese Bereiche nahe der Altstadt stellen durch den Neubau des LMU Klinikum Innenstadt (ehemals Portalklinik)cite-ref-9[9] die ambulante und andere erste Versorgung fĂźr das umliegende Gebiet bereit. Unmittelbar neben dem bestehenden Gebäude der Medizinischen Klinik entstand in der ZiemssenstraĂe 1 die neue Klinik mit 200 Betten, mehreren Ambulanzen, einer Notaufnahme und einem Geburtszentrum.
Nach Fertigstellung im Juni 2021 wurde reorganisiert. Der Umzug zahlreicher Bereiche wie z. B. Kinderheilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Gynäkologie sowie groĂer Teile der Abteilungen fĂźr Chirurgie und Innere Medizin nach GroĂhadern wurde ermĂśglicht.cite-ref-10[10]
Campus GroĂhadern
Das im MĂźnchner Stadtbezirk Hadern (GroĂhadern) gelegene Klinikum GroĂhadern (campus-gro-hadern-des-klinikums-der-universit-t-m-nchenLage48.11138888888911.469444444444) ist Teil des LMU Klinikums. Seit der Fusion mit den Innenstadtkliniken lautet seine Bezeichnung Klinikum der Universität MĂźnchen â Campus GroĂhadern. Mit seinen 1210 Betten (Stand 31. Dezember 2013) und den angeschlossenen Instituten ist es der grĂśĂte zusammenhängende Krankenhaus-Komplex MĂźnchens. 1994 wurde in der Nachbarschaft das neue Gebäude des ebenfalls zur Ludwig-Maximilians-Universität gehĂśrenden Genzentrums in Betrieb genommen, 1999 wurden die gesamte Fakultät fĂźr Chemie und Pharmazie auf den GroĂhaderner Teil des HighTech CampusLMU umgesiedelt. Zudem befindet sich in unmittelbarer Nähe im benachbarten Martinsried das Biozentrum, welches einen GroĂteil der Fakultät fĂźr Biologie der LMU in sich vereint, sowie das Biomedizinisches Centrum (BMC) ein Forschungs- und Lehr-Standort der LMU, der zur Fakultät fĂźr Medizin gehĂśrt.
Die Transplantationsabteilung des Klinikums ist eine der fĂźhrenden in Deutschland. Dabei werden alle klinisch etablierten Transplantationen durchgefĂźhrt, also Ăbertragungen von Herz, Lunge (ein oder zwei FlĂźgel), BauchspeicheldrĂźse, Niere und Leber sowie kombinierte BauchspeicheldrĂźsen-Nieren- und Herz-Lungen-Transplantationen. Weitere medizinische Schwerpunkte sind Onkologie, Neurologie und Neurowissenschaften, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Das Interdisziplinäre Zentrum fĂźr Palliativmedizin ist Anlaufstelle fĂźr schwerstkranke Menschen. Neu erĂśffnet wurde im Juli 2014 das Operative Zentrum am Campus GroĂhadern mit 32 OP-Sälen, einer interdisziplinären Notaufnahme, 5 Intensivstationen und einer Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung sowie dem ambulanten OP-Zentrum mit weiteren 4 OP-Sälen. Weiters angegliedert sind ein Kinderpalliativzentrum sowie das Centrum fĂźr Schlaganfall- und Demenzforschung. Seit 1997 gibt es nahe dem Campus das Ronald McDonald Haus MĂźnchen der McDonaldâs Kinderhilfe, in dem Familien, deren Kinder im Klinikum in Behandlung sind, untergebracht werden kĂśnnen.
Neben der Krankenversorgung spielt das Klinikum auch eine wichtige Rolle in der klinischen und theoretischen Forschung sowie in der studentischen Ausbildung. Dem Klinikum ist eine Krankenpflegeschule angeschlossen.
Am Klinikum GroĂhadern sind ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Intensivtransporthubschrauber âChristoph MĂźnchenâ stationiert.
Planung und Bau
Im Jahre 1954 gab es einen Ideenwettbewerb fĂźr den Bau eines neuen GroĂklinikums am sĂźdwestlichen Stadtrand, bei dem die Wahl auf ein 70 Hektar groĂes GrundstĂźck in GroĂhadern fiel. Durch die Situierung am Stadtrand wollte man einerseits den Patienten die Vorteile der ruhigen Lage und besseren Luftverhältnisse bringen und sich andererseits auch problemlose kĂźnftige Erweiterungen offenhalten. Die konkrete Planung des Klinikums in der MarchioninistraĂe begann 1966. Die Bauzeit war von 1967 bis 1977. Die Kosten betrugen 367 Mio. Euro. Die Nebengebäude wurden jedoch bereits 1973 bezogen.cite-ref-11[11] Das Erscheinungsbild der Anlage wird im Wesentlichen durch das 60 Meter hohe und 205 Meter lange Bettenhaus aus Stahlbeton geprägt. Es ist wegen seiner Form und der Aluminiumfassade weithin sichtbar und trägt bei Studenten den Spitznamen âder Toasterâ. Dieses Hauptgebäude soll langfristig durch einen Neubau ersetzt und dann abgerissen werden. Die Kosten hierfĂźr werden mit mindestens 500 Millionen Euro beziffert.cite-ref-12[12]
Mit dem Richtfest einer interdisziplinären Portalklinik am Campus Innenstadt feiert das Klinikum der Universität MĂźnchen am 15. Mai 2017 den Baufortschritt an der Ziemssen-/NuĂbaumstraĂe. Im Oktober 2015 erfolgte der Spatenstich, die Fertigstellung erfolgte im Juni 2021.cite-ref-13[13] Die neue interdisziplinäre Klinik soll der Patientenversorgung und damit einhergehend der universitären Arztausbildung am Medizin-Campus Innenstadt dienen.
Verkehrsanbindung
Das zentral gelegene Poliklinikum in der PettenkoferstraĂe und andere Kliniken nahe dem Altstadtbereich sind auch fuĂläufig vom Altstadtring und vom Hauptbahnhof sowie Ăźber die U-Bahn-Linien 1, 2, 3 und 6 sowie per Bus erreichbar.
Das zuletzt erstellte Klinikum GroĂhadern liegt am Stadtrand von MĂźnchen. Seit 1993 hat die U-Bahn-Linie 6 dort ihre Endhaltestelle. Auch mehrere Stadt- und Regionalbusse fahren die Stationen rund um das Klinikum an. Eine in den 1970er Jahren angedachte Verlängerung der StraĂenbahn vom Waldfriedhof durch die WĂźrmtalstraĂe zum Klinikum GroĂhadern wurde zugunsten der später realisierten U-Bahn aufgegeben.
Kunst am Bau
Folgende Skulpturen und Plastiken befinden sich auf dem Gelände des Klinikums:
⢠âAuffliegender Reiherschwarmâ Rolf Nida-RĂźmelin
⢠âBlumen am Wegeâ Reinhard Wolke
⢠âTektonische Formâ Ernst Wirtls
⢠âBronzehengstâ Hans Kastler
⢠âRotes Raumkreuzâ Alf Lechner
⢠zwei âBildsäulenâ Max Bill
⢠âRelationâ James Reineking
⢠âGesteinsaderâ Hans Rucker
Geschichte
Das Klinikum kann auf eine 200-jährige Geschichte zurĂźckblicken, die eng mit der Entwicklung der Medizinischen Fakultät verbunden ist. Zu den vier GrĂźndungsfakultäten der Hohen Schule in Ingolstadt gehĂśrte 1472 auch die Medizin. 1800 wurde die Universität nach Landshut verlegt und erhielt den Namen âLudovico-Maximilianaeaâ. 1825 erfolgte schlieĂlich der endgĂźltige Umzug nach MĂźnchen. Im Jahr 1999 fusionierten dann die beiden Campus Innenstadt und GroĂhadern zum Klinikum der Universität MĂźnchen.
Innenstadtkliniken
Nach der Umsiedelung der Universität erhielt die Medizinische Fakultät das von Leo von Klenze fĂźr die Akademie der Wissenschaften erbaute Anatomiegebäude zur Unterweisung in den nichtklinischen Fächern. FĂźr die klinischen Fächer wurde das Nutzungsrecht in dem unter Mitwirkung des Arztes Franz Xaver Häberl 1813 neu erbauten Allgemeinen Krankenhaus vereinbart. Heute ist dies die Medizinische Klinik an der ZiemssenstraĂe (benannt nach Hugo von Ziemssen), in MĂźnchen auch als Klinikum links der Isar geläufig. In technischer Hinsicht bewies Häberl auch hier sein Genie. Schon im Vorgängerbau, dem Spital der Barmherzigen BrĂźder (1752â1794), hatte er ein von ihm entwickeltes Ventilationssystem zur BelĂźftung der Krankensäle eingebaut, das zu einer technischen SehenswĂźrdigkeit avancierte und 1806 sogar von Napoleon besichtigt wurde. Ein weiterer wichtiger Beitrag zur Hygiene im Neubau des Allgemeinen Krankenhauses von 1813, ebenfalls von Häberl entwickelt, waren die wassergespĂźlten Toiletten und die Konstruktion spezieller LeibstĂźhle mit hermetisch verschlieĂbaren KĂźbeln fĂźr die Krankensäle. Zur kontinuierlichen Versorgung mit sauberem Wasser wurde 1839 ein artesischer Brunnen gebohrt. Das von Häberl konstruierte FĂśrdersystem pumpte das Wasser in zwei Bassins unter dem Dach, aus denen das hauseigene Leitungsnetz gespeist wurde. Zwischen 1863 und 1929 entstanden Gebäude fĂźr die Poliklinik (1883 Reisingerianum), das Dr. von Haunersche Kinderspital (1882 nach einem Entwurf von Arnold von Zenetti), die Chirurgische Klinik (1891 unter Leitung von Arnold von Zenetti), das Zahnärztliche Institut (1899/1900), die Psychiatrische Klinik (1904 von Max Littmann), die Augenklinik (1910 nach Plänen von Ludwig von Stempel), die I. Frauenklinik in der MaistraĂe (1916, Architekt Theodor Kollmann), ergänzt durch die II. Frauenklinik in der LindwurmstraĂe (1926) und schlieĂlich die Dermatologische Klinik (1929). Bau- und sozialgeschichtlich repräsentiert das Klinikviertel mit dem Pavillonstil die Vorstellung, dass jedes Fachgebiet sein eigenes Gebäude haben mĂźsse. FĂźr die nichtklinischen Fächer wie Pathologie (1874) und Pharmakologie (1893) entstehen ebenfalls Gebäude wie auch eines fĂźr das Hygiene-Institut speziell nach den WĂźnschen von Max von Pettenkofer (1879) sowie ein Anbau am Allgemeinen Krankenhaus fĂźr das âMedizinisch-klinische Institutâ (1878). Auch auf diesem Gebiet zeigt sich die Differenzierung der Fachrichtungen in architektonischer Vielfalt. Ergänzt wird das Klinikviertel durch den Komplex der Medizinischen Lesehalle und des Instituts fĂźr Geschichte der Medizin. Die Villa wurde von Emanuel von Seidl 1910 fĂźr den Kunsthändler Franz Josef Brakl erbaut und von der Universität 1919 erworben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg zeichnete sich mit dem Wiederaufbau der Kliniken und Institute eine Tendenz zur Zusammenlegung kleiner oder verwandter Bereiche ab, die schlieĂlich 1991 in der Fusion zum Klinikum Innenstadt mĂźndete. Aber immer noch nahm das Klinikum ein ganzes Stadtviertel ein, was die fächerĂźbergreifende Patientenversorgung durch lange Wege sowohl fĂźr Ărzte wie Patienten erschwerte.
GroĂhadern
Die Kosten zur Beseitigung der starken Kriegsschäden und die Ăberlegungen zur Neustrukturierung der medizinischen wie administrativen Abläufe fĂźhrten zu einem vĂśllig neuen Konzept: die räumliche ZusammenfĂźhrung aller Kliniken unter einem Dach. Den ersten Preis erhielt 1954 der Entwurf der Architektengemeinschaft Godehard Schwethelm, Walter Schlempp und Werner Eichberg.cite-ref-14[14] Der Bayerische Ministerrat folgte den Empfehlungen des Preisrichtergremiums. Die Wahl des Standorts fiel auf ein 70 ha groĂes Gelände in GroĂhadern, das auch Raum fĂźr zukĂźnftige Erweiterungen lieĂ. Ein wichtiger Aspekt bei der Planung war, dass ein Universitätsklinikum mit seiner Hochleistungsmedizin adäquates Personal in Krankenpflege, Operationsassistenz, Physiotherapie und Labor benĂśtigte. Hinzu kamen die diagnostischen Einrichtungen, fĂźr die gut ausgebildete MTAs und MTRs benĂśtigt werden. Aus diesem Grunde wurden von Anfang an Räumlichkeiten fĂźr Staatliche Berufsfachschulen in den genannten Bereichen vorgesehen. Leiter dieser Berufsfachschulen sind Direktoren der Kliniken und damit Lehrstuhlinhaber an der Medizinischen Fakultät. Insbesondere im Bereich der Krankenpflege gibt es von Seiten der Pflegeleitung ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm.
Zwischen der ersten Patientenaufnahme im September 1971 und 1981 bezogen die 15 Kliniken und 4 Institute nach und nach das Haus.
Namhafte Mediziner des Klinikums
Folgende Mediziner waren am Klinikum tätig:cite-ref-15[15]
| Vita | Name | Status und Zeitspanne am Klinikum |
|---|---|---|
| 1785â1880 | Johann Nepomuk von Ringseis | Arzt und Professor, ab 1817 Primararzt am MĂźnchner Allgemeinen Krankenhaus |
| 1824â1879 | Joseph von Lindwurm | Ărztlicher Direktor II. Med. Klinik 1869â1874, Ordinarius fĂźr Dermatologie |
| 1829â1890 | Johann Nepomuk von NuĂbaum | Ordinarius fĂźr Chirurgie 1860â1890 |
| 1829â1902 | Hugo Wilhelm von Ziemssen | Ărztlicher Direktor II. Med. Klinik 1874â1885, I. Med. Klinik 1885â1902 |
| 1856â1926 | Emil Kraepelin | Ordinarius fĂźr Psychiatrie 1903â1922, GrĂźnder der Deutschen Forschungsanstalt fĂźr Psychiatrie |
| 1858â1941 | Friedrich von MĂźller | Ărztlicher Direktor II. Med. Klinik 1902â1934 |
| 1865â1933 | Ernst von Romberg | Ărztlicher Direktor II. Med. Klinik 1912â1933 |
| 1875â1951 | Ferdinand Sauerbruch | Ordinarius fĂźr Chirurgie 1918â1928 |
| 1867â1937 | Erich Lexer | Ordinarius fĂźr Chirurgie 1928â1936 |
| 1878â1955 | Gustav von Bergmann | Ărztlicher Direktor II. Med. Klinik 1946â1953 |
| 1881â1945 | Hans Fischer | II. Medizinische Klinik 1908â1915 |
| 1883â1965 | Heinrich Eymer | Direktor I. Universitäts-Frauenklinik 1933â1954 |
| * 1935 | Peter C. Scriba | Ărztlicher Direktor Innenstadtkliniken 1991â1999 |
| * 1943 | Bruno Reichart | Ordinarius fĂźr Herzchirurgie 1990â2011 |
Zahlen
In 48 Kliniken, Abteilungen und Instituten ist das gesamte Spektrum medizinischer Versorgung abgedeckt: An beiden Campus stehen 1964 Betten in etwa 60 Stationen zur VerfĂźgung. Insgesamt arbeiten 10400 Menschen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre, von denen ca. 1800 als Ărzte, 3200 im Pflegebereich und 5300 im medizinisch-technischen Bereich als MTA, MTRA, Laboranten etc. oder in den Werkstätten und in der Verwaltung tätig sind. Jährlich werden rund 530.000 Patienten ambulant und stationär behandelt.cite-ref-16[16]
Literatur
⢠H. Goercke: Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität MĂźnchen 1472â1998. In: R. Huf: Universitätsklinikum GroĂhadern, Festschrift anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Universitätsklinikum GroĂhadern. MĂźnchen 1999.
⢠H. Goercke: Vom Mittelalter zur Gegenwart. In: R. Huf: Universitätsklinikum GroĂhadern, Festschrift anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Universitätsklinikum GroĂhadern. MĂźnchen 1999.
⢠H. Goercke: Das Klinikum auf der grĂźnen Wiese. In: R. Huf: Universitätsklinikum GroĂhadern, Festschrift anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Universitätsklinikum GroĂhadern. MĂźnchen 1999.
Weblinks
Commons
: Klinikum der Universität Mßnchen
â Sammlung von Bildern
⢠Literatur von und ßber LMU Klinikum im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Offizielle Homepage des LMU Klinikums
Einzelnachweise
cite-note-11. Krankenhausplan des Freistaates Bayern Stand: 1. Januar 2018 (43. Fortschreibung) (PDF), auf bkg-online.de, abgerufen am 23. April 2019
cite-note-22. â LMU Klinikum. Abgerufen am 16. September 2021.
cite-note-33. â Art 52a Abs. 2 BayHSchG i.d.F. v. 2. Oktober 1998
cite-note-44. â Art. 1, 5, 12, 13 BayUniKlinG. Abgerufen am 16. September 2021.
cite-note-55. â Kliniken. Abgerufen am 18. September 2021.
cite-note-66. â Abteilungen. Abgerufen am 18. September 2021.
cite-note-77. â Institute. Abgerufen am 18. September 2021.
cite-note-88. â Neue Klinik fĂźr Kinder- und Jugendpsychiatrie in MĂźnchen. Deutsches Ărzteblatt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 3. Dezember 2016; abgerufen am 15. März 2011.
cite-note-99. â Webseite LMU Klinikum Innenstadt: Beim Bau "Portalklinik" genannt, jetzt "LMU Klinikum Innenstadt". Abgerufen am 8. November 2022.
cite-note-1010. â Jakob Wetzel: Die Zukunft der Medizin. In: SĂźddeutsche Zeitung. 15. Mai 2017 (Online [abgerufen am 21. März 2020]).
cite-note-1111. â Informationen zum Klinikum GroĂhadern des Staatlichen Bauamtes MĂźnchen 2 (Memento vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive)
cite-note-1212. â Neubau fĂźr GroĂhadern - âToasterâ wird abgerissen, auf sueddeutsche.de, 27. Januar 2015, aufgerufen am 28. Januar 2015.
cite-note-1313. â Neues LMU Klinikum Innenstadt erĂśffnet. Abgerufen am 7. Juli 2025.
cite-note-1414. â Ruth Eisenreich: Keine groĂen Emotionen fĂźr die Klinik. In: SĂźddeutsche Zeitung. 28. Januar 2018 (Online [abgerufen am 21. März 2020]).
cite-note-1515. â Vgl. etwa Pioniere der Universitätsmedizin. In: www.klinikum.uni-muenchen.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 29. August 2016; abgerufen am 29. August 2016.
cite-note-1616. â KurzĂźberblick. In: Geschäftsbericht 2018. S. 5 (Online [PDF; abgerufen am 21. März 2020]).